Fragen & Antworten

Warum kandidieren Sie?

Bad Liebenzell ist meine Heimat. Unsere Stadt steht vor großen finanziellen und strukturellen Herausforderungen. Die Entscheidungen der kommenden Jahre werden maßgeblich dafür sein, welche Handlungsmöglichkeiten Bad Liebenzell künftig besitzt.

Ich kandidiere, weil ich Verantwortung übernehmen und den Bürgerinnen und Bürgern eine klare inhaltliche Alternative anbieten möchte: mit nachvollziehbaren Prioritäten, verlässlicher Führung und einem konkreten Plan für die Kernstadt und alle Ortsteile.

Gemeinsam mit Gemeinderat, Verwaltung und Bürgerschaft möchte ich vorhandene Stärken besser verbinden, neue Möglichkeiten schaffen und Bad Liebenzell Schritt für Schritt wieder mehr Gestaltungsspielraum geben.

Was qualifiziert Sie für das Amt?

Ich bringe Führungserfahrung, wirtschaftliches Verständnis und langjährige Verantwortung im Ehrenamt mit. Ich bin es gewohnt, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen, Entscheidungen vorzubereiten und für deren Umsetzung einzustehen.

Als Bürgermeister möchte ich das Fachwissen der Verwaltung nutzen, klare Ziele setzen und gemeinsam mit dem Gemeinderat tragfähige Entscheidungen treffen.

Ausführliche Informationen zu meinem beruflichen und persönlichen Werdegang finden Sie auf der Seite „Über mich“.

Was bedeutet parteilos?

Ich trete ohne Bindung an eine politische Partei oder Wählervereinigung an. Für mich ist nicht entscheidend, von wem ein Vorschlag kommt, sondern ob er Bad Liebenzell nutzt und verantwortbar umgesetzt werden kann.

Parteilos bedeutet für mich nicht, ohne Haltung zu sein. Ich stehe für sachliche Entscheidungen, transparente Prioritäten und eine faire Zusammenarbeit mit allen Mitgliedern des Gemeinderats.

Was unterscheidet Sie von den anderen Kandidaten?

Ich möchte meine Mitbewerber nicht persönlich bewerten. Die Bürgerinnen und Bürger sollen die unterschiedlichen Erfahrungen, Programme und Arbeitsweisen selbst vergleichen.

Mein Ansatz ist ein Aufbruch mit Plan: die Finanzen nachvollziehbar steuern, das Rathaus klar und wertschätzend führen und den Tourismus stärker mit Wirtschaft, Stadtentwicklung und Bürgernutzen verbinden.

„Ich konzentriere mich nicht auf politische Spielchen, sondern auf die Aufgaben, die Bad Liebenzell voranbringen.“

Ist fehlende Verwaltungserfahrung ein Nachteil?

Verwaltungserfahrung ist wertvoll. Ich habe bisher nicht in einer Kommunalverwaltung gearbeitet und werde mich deshalb gründlich in die rechtlichen und organisatorischen Abläufe einarbeiten.

Ein Bürgermeister muss jedoch nicht jede Fachaufgabe selbst erledigen. Seine Aufgabe ist es, die Kompetenz der Verwaltung einzubeziehen, Ziele zu formulieren, gemeinsam mit dem Gemeinderat Prioritäten festzulegen und Verantwortung für Entscheidungen und deren Umsetzung zu übernehmen.

Meine Führungs- und Wirtschaftserfahrung ersetzt keine kommunale Fachkompetenz. Sie hilft mir aber dabei, unterschiedliche Bereiche zusammenzuführen, Risiken frühzeitig zu erkennen und die Umsetzung im Blick zu behalten.

Wie wollen Sie das Rathaus führen?

Ich möchte klar, wertschätzend und verbindlich führen. Die Mitarbeitenden sollen ihre Erfahrung einbringen können, eindeutige Zuständigkeiten haben und wissen, welche Ziele gemeinsam verfolgt werden.

Dazu gehören regelmäßiger Austausch, nachvollziehbare Entscheidungen, eine gute Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen sowie Personalentwicklung und Fortbildung.

Digitalisierung soll dort eingesetzt werden, wo sie Abläufe für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Verwaltung tatsächlich einfacher und verständlicher macht.

Wie wollen Sie die Finanzlage verbessern?

Am Anfang steht ein vollständiger und verständlicher Überblick über Einnahmen, Ausgaben, Verpflichtungen, Projekte, Risiken und Folgekosten.

Auf der Ausgabenseite müssen klare Prioritäten gesetzt werden. Pflichtaufgaben sind zu sichern, Investitionen nachvollziehbar zu priorisieren und neue Vorhaben nur mit belastbarer Finanzierung zu planen.

Zur Haushaltskonsolidierung gehört auch der Blick auf die Einnahmenseite. Dabei sollte der Fokus nicht vorschnell auf Steuer- oder Gebührenerhöhungen liegen, sondern auf den Bereichen, in denen zusätzliche Einnahmen und Wertschöpfung möglich sind – etwa durch eine gezielte Weiterentwicklung städtischer Beteiligungen und wirtschaftlicher Aktivitäten.

Einen schnellen Haushaltsausgleich durch eine einzelne Maßnahme verspreche ich nicht. Ziel ist es, Schritt für Schritt wieder mehr finanziellen Handlungsspielraum zu gewinnen.

Wo darf nicht vorschnell gespart werden?

Pauschale Kürzungen halte ich für den falschen Weg. Pflichtaufgaben, Sicherheit, Kinderbetreuung, Schulen, Feuerwehr und der notwendige Erhalt der Infrastruktur müssen verlässlich berücksichtigt werden.

Auch freiwillige Leistungen sollten nach ihrem tatsächlichen Nutzen bewertet werden. Angebote, die Lebensqualität sichern, Vereine und Ehrenamt stärken, Entwicklung ermöglichen oder spätere Folgekosten vermeiden, können für die Stadt von großer Bedeutung sein.

Es geht nicht darum, alles unverändert fortzuführen. Es geht darum, jede Leistung sorgfältig auf Wirkung, Notwendigkeit und Finanzierbarkeit zu prüfen.

Was geschieht in den ersten 100 Tagen?

Die ersten 100 Tage sollen einer gründlichen Bestandsaufnahme und dem Beginn konkreter Arbeit dienen.

Geplant sind Gespräche mit Verwaltung, Gemeinderat, Ortschaftsräten, städtischen Beteiligungen sowie Vertreterinnen und Vertretern von Vereinen, Wirtschaft und Tourismus. Parallel sollen die Finanzlage, laufende Projekte, Verpflichtungen und Risiken verständlich zusammengeführt werden.

Der 100-Tage-Plan verspricht keine Wunder. Er zeigt, womit begonnen wird, wer einbezogen werden muss und woran erste Fortschritte erkennbar sind.

Wie arbeiten Sie mit Gemeinderat und Verwaltung zusammen?

Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung haben unterschiedliche Aufgaben und tragen gemeinsam Verantwortung für die Stadt.

Mir ist bewusst, dass es im Gemeinderat unterschiedliche Positionen gibt und die Zusammenarbeit zuletzt nicht immer einfach war. Umso wichtiger ist es, wieder zu einer sachlichen, verlässlichen und lösungsorientierten Arbeitsweise zurückzufinden.

Als parteiloser und unabhängiger Kandidat, der bislang neutral zur Verwaltung steht, bringe ich dafür gute Voraussetzungen mit. Ich bin nicht an bestehende Strukturen oder Konfliktlinien gebunden und kann die Zusammenarbeit unvoreingenommen und auf Augenhöhe gestalten.

Ich möchte Vorhaben frühzeitig beraten, Fachwissen ernst nehmen und vollständige sowie verständliche Entscheidungsgrundlagen schaffen. Unterschiedliche Meinungen gehören zur Demokratie. Entscheidend ist, respektvoll zu diskutieren, klare Entscheidungen zu treffen und diese anschließend verlässlich umzusetzen.

Vertrauen, Offenheit und gegenseitiger Respekt sind für mich keine Floskeln, sondern die Grundlage dafür, dass Zusammenarbeit funktioniert. Dafür möchte ich aktiv arbeiten und Verantwortung übernehmen.

Wie beziehen Sie Bürger frühzeitig ein?

Bei größeren Vorhaben sollen betroffene Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Betriebe und Ortsteile frühzeitig einbezogen werden, bevor wesentliche Festlegungen getroffen sind.

Dabei ist mir wichtig, Beteiligung klar zu strukturieren und transparent zu gestalten: Was steht bereits fest, wo besteht echter Gestaltungsspielraum und welche rechtlichen oder finanziellen Rahmenbedingungen sind zu beachten?

Ein weiterer Ansatz ist, Beteiligungsprozesse einfacher und zugänglicher zu machen. Dazu gehört auch, bürokratische Hürden abzubauen und digitale Lösungen gezielt einzusetzen, um Informationen verständlich bereitzustellen und Rückmeldungen unkompliziert zu ermöglichen.

Ebenso wichtig ist eine nachvollziehbare Rückmeldung: Welche Anregungen wurden aufgenommen, was kann umgesetzt werden und warum sind bestimmte Vorschläge derzeit nicht möglich.

Wie berücksichtigen Sie alle Ortsteile?

Jeder Ortsteil hat eigene Stärken und unterschiedliche Bedürfnisse. Faire Stadtpolitik bedeutet deshalb nicht, überall das Gleiche zu tun, sondern Anliegen sichtbar zu machen und nach nachvollziehbaren Kriterien zu bewerten.

Ich möchte regelmäßig vor Ort das Gespräch suchen und eng mit den Ortschaftsräten, Vereinen und örtlichen Akteuren zusammenarbeiten. Dabei ist mir wichtig, den Austausch nicht nur punktuell, sondern dauerhaft und verlässlich zu gestalten.

Nicht alles kann gleichzeitig umgesetzt werden. Aber jeder Ortsteil hat Anspruch auf Aufmerksamkeit, transparente Prioritäten und eine ehrliche Rückmeldung.

Welche Zukunft sehen Sie für Tourismus und FTBL?

Tourismus ist für Bad Liebenzell ein wichtiger Bestandteil von Wirtschaft, Stadtentwicklung und Lebensqualität. Er kann Gastronomie, Handel, Hotellerie, Gesundheit, Veranstaltungen und die Ortsteile stärken.

Die operative Leitung der FTBL liegt bei ihrer Geschäftsführung. Bürgermeister, Gemeinderat und Aufsichtsrat müssen im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten klare Ziele für öffentlichen Nutzen, finanzielle Tragfähigkeit und touristische Entwicklung festlegen.

Therme, Kurhaus, Innenstadt, Wanderwege, Betriebe, Veranstaltungen und Ortsteile sollen stärker miteinander verbunden werden. Der Erfolg muss dabei an nachvollziehbaren Ergebnissen gemessen werden.

Besteht wegen Ihrer Selbstständigkeit ein Interessenkonflikt?

Nein, meine unternehmerische Tätigkeit wird die Ausübung des Bürgermeisteramts nicht beeinträchtigen. Im Falle meiner Wahl wird ein Familienmitglied das Unternehmen übernehmen, zudem wird der Unternehmenssitz aus Bad Liebenzell verlegt. Damit schaffe ich eine klare organisatorische Trennung zwischen dem Bürgermeisteramt und meiner bisherigen selbstständigen Tätigkeit.

Das Bürgermeisteramt und die Verantwortung für Bad Liebenzell haben für mich uneingeschränkten Vorrang. Sollten dennoch persönliche oder familiäre Interessen von einer städtischen Entscheidung berührt sein, werde ich damit vollständig transparent umgehen und mich selbstverständlich an die geltenden Befangenheitsregelungen halten.

Welche Bedeutung haben Vereine und Ehrenamt für Sie?

Vereine und Ehrenamt schaffen Gemeinschaft und prägen das Leben in der Kernstadt und den Ortsteilen. Sie leisten wichtige Arbeit für Jugend, Sport, Kultur, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Durch mein langjähriges Engagement kenne ich auch die Herausforderungen der Vereine. Die Stadt kann nicht jeden Wunsch erfüllen, sollte aber verlässlich ansprechbar sein, Entscheidungen transparent treffen und vergleichbare Anliegen nach fairen Kriterien behandeln.

Besonders wichtig ist mir ein respektvoller und fairer Umgang zwischen den Vereinen unabhängig von ihrer Größe oder ihrem jeweiligen Tätigkeitsbereich.

Ausführliche Informationen zu meinem eigenen Vereinsengagement finden Sie auf der Seite „Über mich“.